Zulassung und Bedarfsplanung

Zulassung

Die Zulassung ist grundsätzlich an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Hierzu zählen neben der allgemeinen Eignung vor allem die Approbation und der Eintrag in das schleswig-holsteinische Arztregister. Bevor Sie eine Tätigkeit in der ambulanten medizinischen Versorgung als Hausärztin oder Hausarzt aufnehmen, ist es empfehlenswert, sich über die Rechte und Pflichten im vertragsärztlichen Bereich zu informieren.

So benötigen Ärztinnen und Ärzte zunächst eine Zulassung als Vertragsärztin/Vertragsarzt, die sie berechtigt, gesetzlich Krankenversicherte zu behandeln. Die Zulassung beinhaltet daneben auch die Verpflichtung zur Teilnahme am Bereitschaftsdienst oder zur Umsetzung der Vertretungsregelungen. Wer in Schleswig-Holstein zugelassen wird, wird zugleich Mitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH).

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein vertritt über 5.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten. Sie ist ärztliche Selbstverwaltung und eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und garantiert unter anderem die gleichmäßige Verteilung und Qualität der ambulanten Versorgung.

Bedarfsplanung

Die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung obliegt laut Gesetz den Kassenärztlichen Vereinigungen.  Dazu gehört die Bedarfsplanung. Sie soll die ambulante medizinische Versorgung bedarfsorientiert, gleichmäßig verteilt und wohnortnah für die Bevölkerung sicherstellen. Von der jeweiligen Versorgungsdichte eines Gebiets hängt es letztlich ab, ob dort weitere Ärzte einer bestimmten Fachgruppe zugelassen werden können. In Abhängigkeit von den Bedarfslücken spricht man dann von einem offenen oder einem gesperrten Planungsbereich.

Die meisten Facharztgruppen sowie die Psychotherapeuten unterliegen der Bedarfsplanung, die auch eine Über- oder Unterversorgung verhindern soll. Auf der Internetseite der KVSH sind die geöffneten und gesperrten Planungsbereiche aufgeführt. Hausärztinnen und Hausärzte unterliegen ebenfalls der Bedarfsplanung.

Es gibt auch Möglichkeiten, trotz einer bestehenden Sperre im Wunschgebiet zugelassen zu werden - etwa über den Weg der Praxisübernahme, das heißt über die Fortführung einer Praxis, deren Inhaber die vertragsärztliche Tätigkeit beenden will.

Weitere Informationen und praktische Tipps rund um das Thema Zulassung und Niederlassung in Schleswig-Holstein finden Sie hier.