Ärztlicher Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH)

Neustrukturierung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ("Notdienst")

Mit Beginn des Jahres 2007 hat die KVSH den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der die Versorgung der Bevölkerung außerhalb der Sprechstundenzeiten sicherstellt, umfassend neu organisiert. Ein Ziel der Umstrukturierung war es, eine geringere Arbeitsbelastung für die Ärztinnen und Ärzte im Bereitschaftsdienst zu erreichen. Im Mittelpunkt der neuen Struktur stehen rund 30 Anlaufpraxen, die an Krankenhäusern mit Regelversorgung angesiedelt sind.

Da die neue Struktur des Bereitschaftsdienstes so angelegt ist, dass die Zahl der freiwillig teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte ausreichend ist, bedeutet dies eine Verringerung der Arbeitslast vor allem für Ärztinnen und Ärzte im ländlichen Raum. Insbesondere kommt die neue Struktur jüngeren Ärztinnen/Ärzten mit Familie entgegen, da derzeit kein Gebrauch von der Verpflichtung zur Teilnahme gemacht werden muss. Diese Neuorganisation ist deshalb ein Beitrag zu einer höheren Attraktivität der Landarzttätigkeit, da gerade die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in ländlichen Gebieten in der Vergangenheit überdurchschnittlich viele Notdienste in den Nachtstunden und an Wochenenden leisten mussten. Auch Umfragen unter Patienten belegen eine hohe Zufriedenheit mit dem reformierten Bereitschafsdienst.